w.r.wagner / pixelio.de

Avocado – Südamerikas leckere Beere

Kolumbien ist der weltweit fünftgrößte Avocado-Produzent. Kein Wunder, dass dort beinahe täglich Avocados in irgendeiner Form auf dem Speiseplan stehen. Was in der Frucht steckt.

Die Avocado – Frucht oder Gemüse?

Die Avocado schmeckt wie ein Gemüse, gilt biologisch gesehen aber als Beere. Und wenn ihre Schale so richtig vergammelt aussieht, dann ist ihr Fruchtfleisch gerade gut. Ursprünglich kommt die Avocado aus dem tropischen und subtropischen Regionen Zentral- und Südamerikas. Dort wird die Frucht schon seit etwa 10.000 Jahren als Lebensmittel genutzt. Ihr Name geht auf die Ureinwohner Süd- und Mittelamerikas zurück. „Ahuacatl“ nannten die Azteken ihre Avocado aufgrund ihrer Form. Übersetzt bedeutet das nämlich Hoden. Und so ähnlich nennen die Kolumbianer die Frucht auch noch heute: Aguacate.

Die Bedingungen für den Avocado-Anbau gelten in Kolumbien als besonders gut. Das Klima und der gute Boden sorgen für gute Ernten. Vor allem die Avocado-Sorte Hass wird dabei zunehmend auch nach Deutschland exportiert. Experten schätzen sogar, dass sich die Produktion in den kommenden Jahren sogar verdoppeln könnte. Die geographisch günstigere Lage zu den USA im Vergleich zu Chile und Peru könnte bei der erwarteten Öffnung des US-Marktes für Kolumbien für noch mehr Nachfrage sorgen. 

Avocado wird fast immer kalt gegessen. Nimmt man sie für Soßen oder Suppen, was möglich ist, sollte man diese auf keinen Fall kochen, sondern nur schwach erhitzen. Ansonsten könnte die Avocado bitter im Geschmack werden. In der Küche entpuppt sich dann auch der große Kern als Vorteil: Wenn man ihn entfernt bleibt eine kleine Vertiefung, die man gut mit unterschiedlichen Zutaten füllen kann – etwa Huhn, eine Eier-Vinaigrette, Räucherfisch oder Meeresfrüchte.

So gesund ist die Avocado

Verwendungsmöglichkeiten für die Avocado gibt es unzählige, vom einfachen Dip (Guacamole) über einen Salat bis hin zur Suppe. Genauso vielfältig ist die Avocado aber auch in ihrer gesundheitlichen Wirkung, beziehungsweise ihr Beitrag zu einer ausgewogenen Ernährung. Avocados enthalten kaum Zucker und Fruchtsäure, sind jedoch mit bis zu 30 Prozent Fett sehr kalorienreich. Sie besitzen dabei allerdings einen hohen Anteil an wertvollen mehrfach ungesättigten Fettsäuren und liefern Kalium und Vitamin E, Vitamin B2 und Vitamin B6. Wegen ihres hohen Ölanteils enthält die Avocado auch viel Lecithin, was als Emulgator auch in der Kosmetik Anwendung findet.

Avocado-Rezepte und mehr

Kolumbianische Guacamole mit Ei
Tomaten-Avocado-Salat

Tipps und Tricks: So bleibt die Avocado grün

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.