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Cartagena de Indias – die heroische Stadt

Cartagena ist eine pulsierende Stadt an der Atlantik-Küste Kolumbiens, deren reiche Geschichte sich in ihrer jahrhundertealten Architektur widerspiegelt. Was man in Cartagena entdecken kann.

Bei durchschnittlich 28°C (Wasser: 27°c) lässt es sich in Cartagena an der karibischen Küste prima aushalten. Das dachten sich wohl auch damals die Piraten, die sich in früheren Jahrhunderten hier tummelten und über deren Angriffe und Anwesenheit hier noch diverse Geschichten zirkulieren, sowie die Spanier, welche die Stadt besetzten. Am 11.11.1811 erlangte man die Unabhängigkeit von der Spanischen Krone, was heute noch an diesem Tag gefeiert wird.

Wegen der Piraten, allen voran wegen eines Angriffs von Sir Francis Drake, wurde ein 11 Kilometer langer Schutzwall um die Stadt sowie zwei Forts, die Cartagena vor Angriffen vom Meer aus schützen sollten, gebaut. Das alte, erhaltene Stadtzentrum ist bis heute ummauert und konnte sich so als eine der schönsten Kolonialstädte Kolumbiens behaupten. Die zahlreichen Bauten aus dieser Zeit, Bauwerke wie Denkmäler, ehemalige Klöster, herrliche Stadtpaläste im andalusischen Stil, Kirchen und Bastionen legen Zeuge davon ab.

Cartagena – Karibisches Flair in Kolumbien

Gelegen in einer wunderschönen Bucht ist die Stadt schon 1984 zum historischen UNESCO-Weltkulturerbe erklärt und ist heute das Lieblingsziel einheimischer und ausländischer Touristen. Die Kolonialstadt ist zudem berühmt für ihr Kino-Musik- und Literaturfestival und bietet ein exotisches und lokales Gastronomieangebot sowie eine prächtige Landschaft – und das alles mit einem ordentlichen Schuss karibischem Lifestyle, den Touristen mit einer „Rumba en Chiva“ – einer Party im Bus –, in kleineren Clubs, in einer der zahlreichen größeren Discos oder einfach im Stadtzentrum erleben und erfeiern können. Darüber hinaus laden Cartagena und seine umliegenden Strände zum Baden und Sonnenanbeten ein.

Miss Colombia wird in Cartagena gekrönt

Ein literarisches Denkmal setzte Literaturnobelpreisträger Gabriel García Márquez der Stadt im Jahr 1985, indem er sie als Schauplatz seines bedeutenden Werkes „Die Liebe in Zeiten der Cholera“ wählte. Für Kolumbianer von großer Bedeutung ist auch der alljährlich hier ausgetragene Schönheits-Wettbewerb „Miss Colombia“, der eine enorme Medienpräsenz im gesamten Land erzeugt und in dem die schönste Frau Kolumbiens gekürt wird.

Der Name Cartagena stammt im Übrigen von der Stadt Cartagena im Südosten Spaniens, zur Unterscheidung bekam der kolumbianische Ableger den Zusatz „de Indias“. Inzwischen leben beinahe eine Million Einwohner in Cartagena und man ist geneigt zu sagen: So viele Menschen können nicht irren…

In der Nähe von Cartagena

Nach nur 40 Minuten mit dem Boot erreicht man die Inselgruppe von San Bernardo und die Inseln Tierrabomba, Barú sowie Rosario – die, als Naturschutzgebiet ausgezeichnet, eine wunderschöne Flora und grandiose Fauna beheimaten. Sehenswert!