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Gold für Kolumbien – Museo del Oro

Das Gold, das die spanischen Konquistadoren nicht eingeschmolzen und nach Europa geschafft haben, wird in Bogotás Museo del Oro ausgestellt. Ein Besuch lohnt sich.

Bogotá ist voll von Museen. Ein ganz besonderes ist das Museo del Oro, werden dort doch etwa 35.000 Schmuckstücke und andere Goldobjekte aus der präkolumbischen Ära ausgestellt. Damit lockt das Museo del Oro nicht nur Urlauber und Touristen in Scharen an, auch die Kolumbianer selbst reisen dort gerne in ihre eigene Vergangenheit.

El Dorado und das Museo del Oro

Zwar ist im Museo del Oro nicht alles Gold was glänzt – es finden sich auch Exponate aus Ton, Holz und anderen Materialien – aber die Geschichten dahinter sind umso spannender. So waren die spanischen Eroberer auch in Kolumbien auf der Suche nach dem sagenumwobenen Eldorado, das komplett aus Gold bestehen sollte. Sieht man die Fülle der goldenen Objekte im Museo del Oro, beginnt man beinahe, selbst an diesen Mythos zu glauben. So war auf kolumbianischem Boden vor allem das Volk der Muisca sehr vertraut im Umgang mit dem Edelmetall. So sehr, dass sie sogar zum Hauptlieferanten des Inkareiches wurden. Diese Gruppe der Chibcha stellte beinahe alles aus Gold her, was man sich nur vorstellen kann. Vom Schmuck für ihre Häuptlinge über Schatullen sowie sonstige Aufbewahrungs- und Gebrauchsgegenstände bis hin zu Windspielen und anderen Dekorationsstücken. Die Chibcha selbst waren ein indigenes Volk Kolumbiens und lebten in den Anden, zum Teil am Rio Magdalena, in der Nähe des heutigen Bogotá.

Viele der Ausstellungsstücke des Museo del Oro wurden am Grund kleiner Seen und Lagunen wie jener von Guatevita entdeckt. Immer dann, wenn ein neuer Anführer der Chibcha das Zepter übernahm, wurden Bochica, einem Halbgott der von der Sonne abstammte, in diesen Seen zahlreiche Opfergaben gebracht. Darunter eben auch die wertvollen Goldstücke, die zuvor in mühseliger Detailarbeit – wie das Gold bearbeitet wurde, erfährt man natürlich im Museo del Oro – entstanden waren. Der Anführer wurde dafür sogar mit Goldstaub bedeckt, als Zeichen, dass er ein Sohn der Sonne ist.

Das Video aus dem Museo del Oro

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Ein Ausflug ins Museo del Oro lohnt sich allemal, zumal der Eintrittspreis, wie in allen Museen Bogotás, ziemlich gering ausfällt. Gut einen Euro muss man umgerechnet berappen. Sonntags ist der Eintritt sogar frei.

Lage und Öffnungszeiten des Museo del Oro

Das Museo del Oro liegt im Parque Santander, an der Ecke von Carrera 5 und Calle 16 in Bogotá.

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag   09:00 bis 18:00
Sonn- und Feiertage  10:00  bis 16:00

Website des Museo del Oro (Spanisch und Englisch)

Bildergalerie Museo del Oro

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