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Kolumbianische Tänze – Salsa, Cumbia, Merengue, Joropo

Kolumbianer sind bekanntermaßen gute Tänzer. Aber welche Tänze tanzt man in Kolumbien überhaupt? Wir stellen die wichtigsten vor: Salsa, Cumbia, Merengue und Joropo. Vamos a bailar!

Kolumbianische Tänze: Salsa

Kolumbien, Kuba und Puerto Rico – das sind die Länder, in denen der Salsa seinen Ursprung hat. Eine ganz besondere Rolle kommt aber der kolumbianischen Großstadt Cali zu, die als Welthauptstadt des Salsa gilt und die für ihren eigenen Salsa-Stil berühmt ist. Dabei ist der kolumbianische Salsa nicht ganz einfach zu tanzen. Die Komplexität und die Genauigkeit seiner Schritte sorgen dafür, dass so viele Salsa-Weltmeister aus Kolumbien stammen. Mit ein wenig Übung erlernt man den kolumbianischen Grundschritt des Salsa (Kick nach vorn, Schritt zurück) aber recht schnell und man kann sich ohne Probleme in den Salsa-Club wagen – zum Weiterüben. Übung macht schließlich den Meister, auch beim Salsa.

 

Cumbia

Ursprünglich handelte es sich beim Cumbia um einen Werbungstanz, den afrikanische Sklaven tanzten, um die Gunst einer Frau zu gewinnen. Dabei berührten sich Männer und Frauen kaum beim Tanzen und sie trugen lange Gewänder, um ihre Kolonialherren zu imitieren. Im Laufe der Zeit vermischte sich der ursprüngliche Tanz mit indigenen Einflüssen und wurde mehr und mehr zu europäischen Instrumenten wie dem Akkordeon getanzt, so dass sich der Cumbia bis heute stetig weiterentwickelt hat. Beim Cumbia dreht sich die Frau um den Mann, bewegt sich aber auch immer wieder von ihm weg, um erneut herangezogen zu werden. Dazu bewegt sie ihre Hüften rhythmisch hin und her. Ein echter Balztanz eben, dessen ursprünglicher Name „cumbé“ sich aus „cum“ für Trommel und „ia“ für sich schütteln zusammensetzt. Ursprung der Cumbia-Musik ist übrigens Barranquilla in der Karibik.

 

Merengue

Seine Ursprünge hat der Merengue zwar in der Dominikanischen Republik, doch erfreut er sich auch in Kolumbien seit langem enormer Beliebtheit. Es handelt sich um einen recht einfach zu erlernenden Paartanz, bei dem jeder Taktschlag gleichmäßig von einem Schritt nach vorne, hinten oder zur Seite begleitet wird. Ebenso charakteristisch ist der markante Hüftschwung, der bei jedem dieser Tanzschritte durchgeführt wird. Der einfache Ausgangsschritt kann natürlich beliebig erweitert werden.

 

Joropo

Joropo stammt aus dem Osten Kolumbiens, genauer gesagt aus Llanos, einer Tiefebene zwischen Kolumbien und Venezuela, weshalb der Musikstil auch Música Llanera genannt wird. Er blickt auf eine 300-jährige Geschichte zurück, wird aber erst seit einigen Jahrzehnten auch im städtischen Raum immer beliebter. Charakteristisch für diesen Tanz ist das Stakkato-artige Stampfen der Füße auf den Boden – in einigen Phasen des Tanzes. In anderen wiederum weist er ähnliche Elemente der zuvor genannten Tanzstile auf, kommt insgesamt jedoch ein wenig eleganter daher, obwohl der Tanz ländlicher Herkunft ist.