reise-nach-kolumbien.de

Paradiesische Languste auf den Islas del Rosario

Auf den Islas del Rosario gedeiht nicht nur eine atemberaubende Natur, im Meer drum herum wachsen auch die besten karibischen Langusten heran. Wir haben eine probiert.

Dass das karibische Meer die besten Langusten hervorbringt, weiß auch der Koch und TV-Star Anthony Bourdain. So reiste er für eine Folge seiner Serie „No reservations“ an die kolumbianische Karibikküste nach Cartagena und ließ sich auf einer nahe gelegenen Insel eine Languste von einem einheimischen Fischer zubereiten. Ein Vergnügen, in dessen Genuss nun auch wir gekommen sind – ganz in der Nähe, auf den Islas del Rosario.

Das Archipel Islas del Rosario besteht aus insgesamt 30 Inseln. Die größte, Isla Grande, ist Heimat für etwa 750 Bewohner des Ortes „Pueblo“, unzählige Eidechsen, zahlreiche Hunde, ein paar Papageien und Leguane, einen Esel und nicht zuletzt eine Planktonart, die im dunkeln fluoresziert, wenn man darin badet. Im wahsten Wortsinne sehr flashig! Palmen säumen verschiedene Traumstrände, Mangrovenwälder umranden die Lagunen, die bis ins Inselinnere reichen.

Hostels auf den Islas del Rosario – Isla Grande

Einige, nicht zu viele, Hotelanlagen gibt es auf Isla Grande und die charmante Hostel-Stadt „Paraiso Secreto“, in der es überaus locker zugeht. Hier stehen 10 Häuser, allesamt Dependenzen von Hostels aus Städten wie Bogotá, Calí oder Medellín. Die Übernachtung ist günstig und ein eigener Strandabschnitt zwischen den Mangroven ist inklusive.

mello-krebs

Mello von der Isla Grande

Einen kleinen Fußmarsch von dort durchs Inselinnere und durch Pueblo, erreicht man den Strand „Playa Libre“. Im Schatten sitzend, wartet dort der etwa 40-jährige Mello tagtäglich auf seine Gäste, die er mit frischen Langusten oder Krebsen bekocht. Aufgrund der Tatsache, dass die Insel noch nicht von Touristen überlaufen ist, führt er ein ruhiges Leben. Karibik-Style, bloß keine Hektik aufkommen lassen. Wer will es ihm verdenken? Wenn dann aber doch jemand kommt, so wie wir an diesem Morgen, schmeißt er kurzerhand ein kleines Feuer hinter seiner Hütte an und grillt los.

languste

Die Fühler der Languste können bis zu einem halben Meter lang werden. 

Was Mello jeweils grillt, sucht man sich zuvor am Strand bei ihm aus. In einer Reuse im seichten Wasser lagert er lebendige Langusten und riesige Krebse, die er in der Früh weit draußen erbeutet hat. Frischer als hier und in schönerem Ambiente ist es folglich schwer, ein zweites Frühstück dieser Qualität zu bekommen. So geht es mit ihm hinter die Hütte und rasch brennt ein kleines Feuer auf dem er die frische Languste im Handumdrehen zubereitet: In der Mitte geteilt, im kochenden Wasser gegart, mit Knoblauchbutter bepinselt und anschließend noch kurz knusprig gegrillt. Dazu gibt es Patacones und für kleines Geld eine frische Kokosnuss zum Trinken – und einen herrlichen Ausblick inklusive. Und schöner als wir hier hatte es Bourdain im Übrigen auch nicht!

islas-del-rosario

isla-grande

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.