Paraiso Secreto – Die Islas del Rosario

Die Islas del Rosario sind ein kleines karibisches Paradies und liegen etwa eine Bootsstunde von der kolumbianischen Karibikperle Cartagena entfernt. Auf Isla Grande gibt es so einiges zu erleben und im Paraiso Secreto die passenden Hostels. Unser Reisebericht.


Karibische Traumstrände, Palmenhaine so weit das Auge reicht, kristallklares Wasser sowie Korallenriffe zum Tauchen und Schnorcheln. Dazu Mangrovenwälder, urwaldartiges Dickicht mit einer vielseitigen Tierwelt und eine Lagune mit in der Nacht fluoreszierendem Plankton. Wem das noch nicht genug ist, der kann mit den Einheimischen ein Ründchen auf dem Dorfplatz kicken oder aber mit Backpackern aus aller Welt in den Hängematten im Paraiso Secreto (Geheimes Paradies) abhängen.

Hostels auf den Islas del Rosario

Die dortige Hostel-Gemeinschaft, bestehend aus Dependenzen bekannter Hostels aus allen Großstädten Kolumbiens, hat sich hier aufgrund des knapp bemessenen Platzes auf der Isla Grande zusammengeschlossen. So finden sich hier sämtliche Hostels der Islas del Rosario in einem lässigen Verbund zusammen und der Rest des Inselarchipels bleibt relativ unverbaut. Das schont die Natur und sorgt für ein buntes und internationales Miteinander im Paraiso Secreto. Die Hostels selbst verfügen über dabei alles, was man für einen entspannten Urlaub benötigt, sind nicht zu groß und zudem in einem gepflegten Zustand.

Der kleine Strand des Paraiso Secreto

Von Cartagena aus erreicht man die Islas del Rosario innerhalb einer Stunde mit dem Boot. Angelegt wird am winzigen, von einem Mangrovenwald eingerahmten Strand des Paraiso Secreto und sogleich wird man vom jungen Personal der Hostels empfangen und über alles Wissenswerte informiert: Strom gibt es nicht immer, Essen morgens, mittags und abends und es gilt natürlich, auf die Umwelt achten – schließlich wollen zukünftige Generationen das hier auch noch erleben. Ein Plan der Isla Grande auf einer Schiefertafel dient der ersten Orientierung und die Betreuer der Hostels verraten selbstverständlich auch, welche Strände sich besonders lohnen. Von einem Ende der Insel zum anderen ist man übrigens ungefähr eine Stunde unterwegs. Zu Fuß versteht sich, denn Autos oder sonstige motorisierte Fortbewegungsmittel gibt es hier keine.

Auf einem solchen Fußmarsch gibt es einiges zu entdecken. Nach kurzer Wegstrecke durchquert man bereits das Dorf Orika, in dem der Großteil der etwa 800 Insulaner lebt. Freundlich sind sie, doch man merkt ihnen an, dass sie lieber unter sich bleiben möchten. Verständlich, bei den steigenden Touristenzahlen in Kolumbien. Dennoch ist die Insel keinesfalls überlaufen und so leben Einheimische und Gäste hier in friedlicher Koexistenz. Passiert man das Dörfchen, geht es weiter durch dichte Palmenwälder und anderes Dickicht, in dem Eidechsen durchs Laub huschen, Leguane gut getarnt in den Bäumen sitzen und unzählige Krebse rasch in ihren Erdlöchern verschwinden, sobald man sich ihnen auf den schmalen Wegen nähert.

Schnorcheln im Karibischen Meer

Es lohnt sich also, die Augen offen zu halten, denn vor allem die exotischen Tiere sind nicht so auffällig wie der Insel-Esel oder die Hunde, die hier an jeder Hütte liegen. Dazu flattern Papageien durch die Luft und unter Wasser ist sowieso der Teufel los. Deshalb sollte man es auch nicht versäumen, von einem der Strände der Isla Grande eine kleine Bootstour (etwa 25.000 Kolumbianische Pesos pro Person, umgerechnet also etwa sieben bis acht Euro) zum vorgelagerten Korallenriff oder zu dem versunkenen Flugzeugwrack zu unternehmen, um dort zu schnorcheln bzw. zu tauchen (das Flugzeug liegt einige Meter unter der Meeresoberfläche).

Solche Ausflüge, wie auch jener zur Lagune mit den fluoreszierenden Algen, in der man nachts in spektakulär glitzerndem Wasser baden kann (Taucherbrille nicht vergessen), lassen sich für kleines Geld an der Rezeption der Hostel-Anlage Paraiso Secreto buchen (Kosten ebenfalls etwa 25.000 Pesos). Abends trifft man sich an der Bar, die im Zentrum der Hostels liegt, geht gemeinsam zur Lagune oder aber ins Dorf, in dem jeden Freitag-Abend eine Dorfparty stattfindet. Der – nennen wir es mal – Gemeindesaal neben dem Kickplatz im Dorf verwandelt sich dann in eine kaum zu überhörende Disko.

Essen auf den Islas del Rosario

Für die Verpflegung wird, wie eingangs erwähnt, ebenfalls im Hostel-Verbund gesorgt. Wer morgens vorbestellt kann für 25.000 Pesos Frühstück, Mittag- oder Abendessen fast immer mit fangfrischem Fisch oder auch rein vegetarisch genießen. Wer lieber selber kocht, sollte sich unverzichtbare Lebensmittel aus Cartagena mitbringen. Im Ort gibt es zwar einen kleinen Tante Emma-Laden, in dem sich Kochfreunde mit dem Nötigsten versorgen können, um sich Essen in der eigenen Hostel-Küche zuzubereiten, allerdings ist die Auswahl verständlicherweise nicht allzu groß. Was man sich mal gönnen kann, ja beinahe gönnen sollte, sind Mellos frische Langusten oder Krebse, die er am Playa Libre zubereitet (wir berichteten). Je nach Größe zahlt man um die 20 Euro dafür, bekommt dafür aber auch die frischesten Meeresfrüchte, die man sich nur vorstellen kann.

Unsere Handlungsempfehlung: Ab auf die Insel!

Die Islas del Rosario bieten fantastische Foto-Motive, tolle Abenteuer und eine ungemein entspannte, typisch karibische Atmosphäre, die sich auch auf die Gäste in den Hostels überträgt. Wem das noch zu viel Trubel ist, der taucht einfach in der traumhaften Unterwasserwelt ab. Nach dem regen Treiben in Cartagena genau das Richtige, um auszuspannen oder vor dem Besuch der schönen Kolonialstadt noch einmal ausgiebig zu relaxen.

Weitere Infos: www.colombia.travel

Impressionen der Hostels und der Insel

Derk Hoberg

nachhaltig reisen in kolumbien

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